IB Mathematics · Internal Assessment

Eine mathematische Exploration schrittweise entwickeln.

Von der ersten Idee bis zur abschließenden Reflexion: Fragestellung, Mathematik, Darstellung und Bewertung werden in klare Arbeitsschritte übersetzt.

Regelversion prüfenDie Mathematics-IA bleibt eine mathematische Exploration. Für die erste Bewertung ab Mai 2029 gelten jedoch überarbeitete Kriterien. Verwende immer die Unterlagen deiner eigenen Prüfungssession.

Was die Mathematik-IA zeigen soll

Die IA ist keine bloße Sammlung von Berechnungen. Sie soll zeigen, wie aus einer eigenen, untersuchbaren Frage eine nachvollziehbare mathematische Exploration entsteht.

Dazu gehören begründete Entscheidungen, korrekt eingesetzte Methoden, verständlich erklärte Rechenschritte und eine Interpretation der Ergebnisse. Ebenso wichtig ist die Frage, welche Annahmen getroffen wurden, wo das Modell Grenzen hat und wie die Untersuchung verbessert werden könnte.

Von einem Interesse zu einer prüfbaren Frage

Ein gutes Thema benennt zunächst nur einen Bereich. Die eigentliche Qualität entsteht durch die Eingrenzung: Welche Größen werden betrachtet? Welche Beziehung soll untersucht werden? Welche Daten oder mathematischen Objekte sind verfügbar?

  • Die Frage ist in der verfügbaren Zeit bearbeitbar.
  • Die benötigte Mathematik passt zu Kurs und Niveau.
  • Das Ergebnis kann interpretiert und nicht nur berechnet werden.
  • Eigene Entscheidungen sind im Vorgehen sichtbar.

Mathematik auswählen und erklären

Mehr Methoden bedeuten nicht automatisch eine stärkere IA. Besser ist eine begründete Auswahl, die wirklich zur Frage passt. Variablen, Annahmen, Formeln, Einheiten und technische Werkzeuge müssen so erklärt werden, dass der Gedankengang nachvollziehbar bleibt.

Software darf rechnen. Die Arbeit muss trotzdem zeigen, warum das Verfahren gewählt wurde und was das Ergebnis mathematisch bedeutet.

Darstellung als Teil der Argumentation

Grafiken, Tabellen und Berechnungen gehören dorthin, wo sie im Text verwendet werden. Jede Abbildung braucht eine Funktion: Sie belegt, vergleicht, erklärt oder führt zu einer Schlussfolgerung.

  • Variablen und Symbole konsistent definieren
  • Achsen, Einheiten und Tabellen eindeutig beschriften
  • Zwischenergebnisse erklären statt nur aufzulisten
  • Rohdaten und lange Softwareausgaben nur gezielt verwenden

Reflexion während der gesamten Exploration

Reflexion ist nicht nur ein Schlussabsatz. Sie entsteht immer dann, wenn ein Ergebnis eingeordnet, eine Annahme hinterfragt, eine Methode angepasst oder eine Grenze des Modells erklärt wird.

Eine gute Schlussfolgerung beantwortet die Ausgangsfrage direkt und unterscheidet klar zwischen mathematischem Ergebnis, Interpretation und verbleibender Unsicherheit.

Planung

Ein möglicher Arbeitsprozess.

Die Reihenfolge ist kein starres Inhaltsverzeichnis, sondern eine praktische Orientierung.

Ausgangsidee

Interesse, Kontext und mögliche Mathematik sammeln.

Machbarkeit

Daten, Methoden, Umfang und persönliche Kenntnisse prüfen.

Exploration

Rechnen, visualisieren, vergleichen und Entscheidungen dokumentieren.

Überarbeitung

Argumentation, Kommunikation, Reflexion und Quellen kontrollieren.

Eine kleinere, klare Untersuchung ist oft stärker als ein übergroßes Thema.

Entscheidend ist nicht die Größe des Kontexts, sondern die Qualität der mathematischen Untersuchung.

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