Beispielrechnung
Bei 3.200 Gesamtwörtern und 416 einmalig gezählten Match-Wörtern ergibt sich:
416 ÷ 3.200 × 100 = 13 %
„Einmalig“ ist wichtig: Stimmen dieselben 20 Wörter mit drei Quellen überein, werden für den Gesamtscore nicht 60, sondern 20 Wörter gezählt.
So entsteht eine nachvollziehbare Eigenberechnung
- Fassung festhalten: Dateiname, Datum, Sprache und Gesamtwortzahl dokumentieren.
- Umfang definieren: Vorher entscheiden, ob Deckblatt, Fußnoten, Anhänge und Literaturverzeichnis einbezogen werden.
- Vergleichsbestand nennen: Verwendete Quellen und eingesetzte Online-Tools auflisten. Ein eigener Quellenordner ist kein Ersatz für Turnitins Datenbanken.
- Matches markieren: Identische oder sehr ähnliche Wortfolgen im eigenen Text kennzeichnen und eine Mindestlänge festlegen, etwa acht zusammenhängende Wörter.
- Treffer vereinigen: Überlappende Markierungen zusammenführen und jeden Wortbereich nur einmal zählen.
- Brutto und bereinigt rechnen: Sinnvoll sind ein Wert mit allen Matches sowie ein zweiter Wert ohne korrekt formatierte Zitate und Bibliografie.
- Treffer prüfen: Für jede Markierung klären: korrekt zitiert, korrekt paraphrasiert, Allgemeinwissen oder überarbeitungsbedürftige Übernahme?
Warum der echte Turnitin-Wert abweichen kann
- Turnitin vergleicht je nach Schule mit Internetquellen, Publikationen und früher eingereichten Arbeiten.
- Die Schule kann Datenbankbereiche und Ausschlüsse für Bibliografie, Zitate, zitierte Stellen oder kleine Matches konfigurieren.
- Eine frühere Abgabe desselben Entwurfs kann als Übereinstimmung erscheinen, wenn sie in einem Repository gespeichert wurde.
- Andere Anbieter haben andere Datenbestände, Textaufbereitung und Match-Algorithmen.
- Der angezeigte Score kann sich verändern, wenn Lehrkräfte zulässige Treffer ausschließen.
Deshalb sollte ein eigener Wert als „Näherungswert im dokumentierten Vergleichsverfahren“ bezeichnet werden – niemals als vorhergesagter exakter Turnitin-Score.